Fremdenfeindlichkeit

(11.Mai2022) Alle Jahre wieder läuft völlig unbehelligt die Kampagne zur Ausrottung gebietsfremder Lebewesen. Es werden freiwillige Helfer gesucht, um das Übel buchstäblich bei der Wurzel zu packen und, wenn möglich, am liebsten auszurotten. Nun ist es aber so, daß das böse orientalische Zackenschötchen wohl kaum zu vertreiben ist. Es ist nämlich schon fast überall in Deutschland zuhause. Wer den dazu verfügbaren Karten im Internet nicht traut, sollte sich im Frühjahr offenen Auges durchs Land bewegen, um es zu erkennen. Wie man ernsthaft daran glauben kann, das wieder rückgängig machen zu können, ist mir völlig schleierhaft. Da kann man genauso gut versuchen die Zeit zurückzudrehen. Diese invasive Neupflanze ist böse, weil sie Bestehendes gefährdet und, wenn man den Bekämpfern glaubt, alle anderen guten Pflanzen verdrängt. Da wo das Zackenschötchen herkommt, scheint es aber trotzdem nicht die einzige Pflanze zu sein. Komisch.

Vor etwa 30 Jahren gab es schon einmal so ein Theater um das Springkraut, welches sich damals rasant entlang der Wasserläufe ausbreitete und ebenfalls drohte alle anderen Pflanzen zu verdrängen. Das reißt seltsamerweise niemand mehr aus und als Spätblüher ist es sogar den geschundenen Honigbienen eine große Hilfe. Es hat eben doch alles seine zwei Seiten und wer weiß, vielleicht erweist sich eines Tages das Zackenschötchen im Verlaufe des Klimawandels, oder auch einfach so, als nützlich.

Leben ist Veränderung und die Evolution hält nix auf, solange Leben möglich ist.

PS: Hat schon mal jemand untersucht, ob unter den Zackenschötchenausreißern eventuell besonders viele AFD-Wähler sind?

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